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GAM Talks Live

26. Juni 2019

Anlässlich der jüngst abgehaltenen Investment Conference von GAM UK baten wir drei unserer Fondsmanager zu erklären, welche Gründe für Engagements in ihrer jeweiligen Anlageklasse sprechen.

Paul McNamara zu Schwellenländeranleihen

Nach meiner Einschätzung standen die Schwellenländer (EM) in den vergangenen Jahren im Schatten der USA. Sehr viel Geld floss insbesondere in den US-Aktienmarkt. Nach unserer Meinung stehen die USA in diesem Jahr jedoch vor einer Wende, sodass sich dort nach meiner Ansicht weniger aussichtsreiche Anlagemöglichkeiten bieten. Da der Rest der Welt und die Eurozone im Besonderen ebenfalls wenig attraktiv anmuten, sind wir der Ansicht, dass die EM im Vergleich dazu einen grösseren Reiz auf die Anleger ausüben, da die Renditen von EM-Anleihen gestiegen sind und sich die Aussenhandelsbilanzen stark verbesserten. EM-Vermögenswerte scheinen daher fair bewertet zu sein. Nach unserer Einschätzung besteht das wesentliche Risiko darin, dass sich das US-Wachstum wieder beschleunigt und der US-Dollar dadurch stark aufwertet. EM haben traditionell in einem Umfeld mit starkem US-Dollar zu kämpfen. Dieser Punkt bereitet uns offensichtlich die grössten Sorgen. Risiken resultieren darüber hinaus aus dem Handelskrieg. Diese bestehen jedoch nach unserer Einschätzung vielmehr in der Gefahr, dass sie zu einem starken US-Dollars führen, als in den direkten makroökonomischen Auswirkungen.

Anthony Lawler zu systematischen Anlagen

Bei systematischem Anlegen handelt es sich im Grunde genommen lediglich um regelbasiertes Investieren. Investoren legen derzeit den Fokus auf diese Strategien, da wir uns, zumindest gefühlt, in einem spätzyklischen Umfeld befinden und sie – im Unterschied zu den meisten Portfoliorisiken – nicht von den globalen Wachstumsraten oder Zinssätzen angetrieben werden. Obwohl die Anleger den Blick derzeit auf Grund der aktuellen Zyklusphase vermehrt auf systematische Strategien richten, sind diese Strategien in jedem Zyklusabschnitt absolut relevant. Unseres Erachtens bieten systematische Anlagen einen deutlichen Vorteil gegenüber diskretionären Anlagen, da ihr regelbasierter Ansatz auch im Risikomanagement Anwendung findet: Das Risikomanagement ist klar definiert, sodass man beispielsweise nicht einfach seine Meinung über eine Transaktion ändert, die man selbst für hervorragend hält. Das Risiko bei systematischen im Vergleich zu diskretionären Anlagen ist nach unserer Einschätzung folgendes: Falls sich das Anlageumfeld in eine völlig neue Richtung ändert, stellen sich die Modelle möglicherweise erst mit Verzögerung darauf ein. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass sich in der Regel Verhaltensmuster aus der Vergangenheit wiederholen.

Niall Gallagher zu europäischen Aktien

Wir halten europäische Aktien für eine sehr missverstandene Anlageklasse, die sich globaler verhält als gemeinhin angenommen. Für die nächsten zehn Jahre gehen wir davon aus, dass die Zahl der Haushalte mit mittlerem Einkommen um mehrere hundert Millionen steigen wird – und 80% dieses Anstiegs auf Asien entfallen. Obwohl wir uns um Probleme wie die Ungleichheit und das Verschwinden der Mittelschicht in den USA und in Grossbritannien sorgen, lässt sich dieses Phänomen jedoch in erster Linie in der westlichen Welt beobachten. Auf globaler Ebene ist ein beispielloses Wachstum der Mittelschicht festzustellen. Dieses Wachstum findet jedoch überwiegend in den EM statt. Nach meiner Einschätzung bereiten uns die Risiken aus einer potenziellen schweren Beeinträchtigung der multilateralen Handelsordnung die grössten Sorgen. Diese würden nach unserer Ansicht Aktien im Allgemeinen schaden, obgleich sie sich stärker auf die Stimmung auswirken dürften, als auf die zugrunde liegenden ökonomischen Faktoren der Unternehmen. Dieses Risiko bereitet uns vermutlich mehr Sorgen als beispielsweise die Schuldensituation in Italien oder die Proteste in Frankreich.


Wichtige rechtliche Hinweise
Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung.
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