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Ausblick auf 2020: Welche Themen behalten Sie im Auge?

20 Dezember 2020

Wir haben einige unserer Investmentmanager gefragt, auf welche Themen sie sich im Jahr 2020 voraussichtlich konzentrieren werden.

Reiko Mito

Investment Director, Japan Equities

Erstens werden das Internet der Dinge und die Integration von Computertechnologien in die Fertigungsstrassen nach unserer Einschätzung zunehmend bedeutender. Dies wird dazu beitragen, Produktfehler zu verhindern und die gesamte Produktionsleistung zu verbessern. Zweitens erachten wir digitales Marketing für Japan – ähnlich wie für andere Märkte – als ein wichtiges Thema. Neben der Internetwerbung gewinnt auch das «O2O»- oder «Online-to-Offline»-Marketing zunehmend an Bedeutung. Nach unserer Einschätzung werden die Werbung und das Marketing zunehmend personalisiert und damit für Werbetreibende wertvoller. Nicht zuletzt richten wir den Blick auch auf den IT-Dienstleistungssektor. In Japan herrscht ein kritischer Arbeitskräftemangel. Dieser ist in den Bereichen Unternehmensverwaltung und Back-Office besonders stark ausgeprägt. Unternehmen, die eine Systemintegration in den Bereichen Buchhaltung, Mitarbeitervergütung sowie Steuern und Software anbieten, dürften im Jahr 2020 gut abschneiden.

Paul McNamara

Investment Director, Emerging Markets Fixed Income

Die Tatsache, dass sich weltweit mit festverzinslichen Wertpapieren kaum noch Renditen erzielen lassen, bedeutet nach unserer Einschätzung, dass der Renditeaspekt einen wichtigen Anreiz für Investitionen in Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen darstellt. Derzeit fassen wir Länder ins Auge, die die Kosten für eine etwas höhere Risikoprämie rechtfertigen und bei denen kein übermässiges Risiko eingegangen werden muss, um geringfügig attraktivere Erträge zu erzielen. Nach unserer Einschätzung ist dieses Umfeld der ewig niedrigen Zinsen von entscheidender Bedeutung.

Swetha Ramachandran

Investment Manager, Luxury Equities 

Nach unserer Einschätzung wird der Luxusgütersektor von einer sehr langfristigen und konjunkturunabhängigen Thematik getragen: dem Aufstieg der Mittelschicht in den Schwellenländern und ihren Konsumgewohnheiten. Das strukturelle Thema, dass weltweit pro Sekunde fünf Menschen in die Mittelschicht aufsteigen, ist unverändert intakt. Dabei stammen vier dieser fünf Menschen aus Asien. Darüber hinaus sind wir der Überzeugung, dass die demografische Verschiebung durch Millennial- und Generation-Z-Konsumenten im Luxusgütersektor ebenfalls zu einem wichtigen Treiber wird, den wir bei unseren Anlageentscheidungen berücksichtigen müssen. Das bringt uns zum Thema Digitalisierung, die aufgrund der Präferenzen dieser Altersgruppen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Darüber hinaus vermuten wir, dass dem Thema Nachhaltigkeit zukünftig eine erheblich wichtigere Bedeutung zukommen wird, da jüngere Konsumenten ein ausgesprochen grosses Interesse an dieser Thematik zeigen.

Christophe Eggmann

Investment Director, Healthcare Equities

Unsere Anlagethemen konzentrieren sich auf die Innovation. Wir werden weiterhin in die innovativsten Bereiche des Gesundheitswesens investieren. Dazu gehören unter anderem die Gentherapie, Onkologie, Genomik und die digitale Gesundheitsversorgung.

Gianmarco Mondani

Investment Director, European Non-Directional Equity

Nachdem das durchschnittliche Unternehmen im aktuellen Umfeld nur sehr wenig oder sogar gar kein Wachstum produziert, konzentrieren sich unsere «Long»-Positionen auf Unternehmen mit deutlich erkennbaren Chancen auf ein signifikantes Gewinnwachstum. Für «Short»-Positionen richten wir den Blick auf Unternehmen, die nicht nur dem zyklischen Druck der Wirtschaftsentwicklung ausgesetzt sind, sondern darüber hinaus unter strukturellen Problemen leiden. Diese Probleme resultieren aus digitalen Disruptionen, die beispielsweise das Bankwesen oder die Bekleidungsindustrie betreffen. Die Automobilindustrie ist ebenfalls mit neuen Trends und Produkten sowie mit der Elektrifizierung konfrontiert. Dies erschwert den Konsumenten die Entscheidung bezüglich der zu wählenden Technologie. Das führt sowohl zu Gewinnern als auch zu vielen Verlierer, deren Kursentwicklung wir mit unseren «Short»-Positionen zu nutzen versuchen.

John Seo

Mitgründer und Managing Director, Fermat Capital Management  

Unser genereller Marktansatz besteht darin, wissenschaftlich messbare Risiken zu verstehen. Wir kennen sämtliche Risikoarten. Unsere Aufgabe besteht folglich darin, auf die unterschiedlichen Höhen und Ausprägungen der Risiken, die an den Markt gebracht werden, zu reagieren. Dies stellt einen rein reaktiven und opportunistischen Ansatz dar. Wir rechnen jedoch mit einer wachsenden Zahl von staatlichen Emittenten, die hauptsächlich durch die Weltbank an den Markt gebracht werden. Nach unserer Einschätzung ist dies eine höchst spannende Dynamik. Andererseits rechnen wir jedoch mit einer Rückkehr traditioneller Rückversicherungsunternehmen, die Anleihen an den Markt bringen. Dies sind zumindest unsere Erwartungen. Die Details werden wir jedoch erst erfahren, sobald die Emissionsprospekte auf unserem Schreibtisch liegen.

Adrian Owens

Investment Director, Global Macro & Currency Fixed Income

Die vier wichtigsten Themen, auf die wir derzeit achten, sind das Vereinigte Königreich, Mexiko, Skandinavien und die Inflation. Britische Anleihen entwickelten sich jüngst sehr gut. Nach unserer Einschätzung besteht mittlerweile jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich dies in den kommenden Monaten ändern wird und britische Anleihen zu den grossen Verlierern zählen werden. In Mexiko war der Zinsmarkt im vergangenen Jahr sehr stark. Das Wachstum lässt nach, die Inflation sinkt und die Realzinsen bewegen sich bei rund 4,5%. Im Vergleich zum Rest der Welt ist das unglaublich attraktiv. Skandinavien ist ein Markt, der uns seit einiger Zeit gefällt. Die schwedische und die norwegischen Krone sind sehr günstig bewertet. Die Zentralbanken dieser beiden Länder bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung zum Rest Europas und die Daten entwickeln sich ebenfalls unterschiedlich. Dies wird beispielsweise beim Vergleich der schwedischen mit der deutschen Industrieproduktion besonders deutlich. Im Vereinigten Königreich machen sich die Anleger Sorgen über einen potenziellen Inflationsanstieg. Nach unserer Einschätzung ist diese Besorgnis jedoch übertrieben und sollte sich die Lage im nächsten Jahr beruhigen, werden sich nach unserer Einschätzung einige wirklich gute Gelegenheiten für «Short»-Positionen auf die britische Inflation ergeben. In den USA rechnen wir mit einer entgegengesetzten Entwicklung. Dies ist ein Markt, an dem Anleger nach unserer Einschätzung auf die Inflation setzen sollten. Als letztes Thema, das allerdings derzeit nicht unbedingt eine zentrale Rolle spielt, halten wir es durchaus für möglich, dass sich der Wert des US-Dollar etwas abschwächt. Sollte dies eintreten, ergäben sich daraus einige ausgewählte Chancen in den Schwellenländern.

Wichtige rechtliche Hinweise
Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung.