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Marktkommentar von Larry Hatheway: Auf der suche nach gewinnen

28. März 2019

Larry Hatheway von GAM Investments erläutert seine aktuellen Einschätzungen zu Multi-Asset-Anlagen und spricht darüber, ob ein Marktrückgang jetzt unwahrscheinlicher scheint als zum Jahreswechsel, welche Faktoren die Markterholung behindern könnten und welcher potenzielle Impuls für verstärkte Engagements in Risikoanlagen sorgen könnte.

Nachdem Aktien einen guten Jahresbeginn hinlegten, hat sich in letzter Zeit vermehrt Unsicherheit breit gemacht. Deutet das auf eine bevorstehende Trendwende hin? Einige der Probleme, die die Märkte im vergangenen Jahr belasteten, tauchen erneut auf, beispielsweise die Befürchtung, dass es doch zu einem harten Brexit kommt oder dass sich die USA und China im Handelskonflikt nicht einigen können.

Noch unterstützt die jüngst expansivere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve (Fed) eine kräftige Rally an den Anleihenmärkten, wovon auch Aktien profitierten. Langfristig ist jedoch entscheidend, ob sich der Wachstumsrückgang des letzten Jahres fortsetzt oder ob es in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu einer Wiederbelebung der Konjunktur kommt.

Wir halten letzteres für wahrscheinlich. China lockert seine Geldpolitik und die Abkühlung in Europa ist grösstenteils auf einmalige Faktoren zurückzuführen. Durch die Vermeidung eines harten Brexit oder der Verschärfung von Zöllen kann das Vertrauen wiederhergestellt werden. All diese Faktoren dürften Risikoanlagen in diesem Jahr zugutekommen, auch wenn dadurch die aktuelle Stärke der Staatsanleihen geschwächt würde. Die zentrale Frage für Anleger ist, mit anderen Worten, ob die (geld-)politische Unsicherheit, die das Vertrauen Ende 2018 belastete, im restlichen Jahr 2019 ausgeschlossen werden kann.

Selbst wenn sich das Wachstum stabilisiert und schliesslich wieder zunimmt, ist der Spielraum für Aktienmarktgewinne begrenzt, insbesondere nach dem kräftigen Anstieg in den ersten drei Monaten des Jahres 2019. In den USA haben sowohl Margen als auch Kapitalrentabilität ihren Höhepunkt erreicht. In Europa und in den Schwellenländern besteht noch Potenzial für höhere Gewinne, das jedoch für Anleger schwer prognostizierbar sein dürfte, sollte sich das Umsatzwachstum nicht beschleunigen. Konjunkturempfindliche Sektoren wie europäische Finanztitel oder zyklische Konsumgüter werden durch die fehlende Überzeugung einer Wachstumsbelebung wahrscheinlich weiterhin benachteiligt.

Daher bevorzugen wir nach wie vor Allokationen in Aktien, deren Entwicklung hauptsächlich von den Faktoren Qualität und geringe Volatilität bestimmt wird. Value-Anlagen dürften sich erst erholen, sobald die positiven Wachstumsüberraschungen an Überzeugungskraft gewinnen und die Zinsstrukturkurven steiler werden. Der Momentum-Ansatz dürfte es schwer haben, solange die Marktperformance insgesamt holprig bleibt, was sich in einer raschen Rotation zeigt. Nicht zuletzt halten wir an unserer Auffassung fest, dass im Falle steigender Anleihenrenditen für eine Diversifikation Engagements in liquiden Alternativen Anlagen sinnvoll erscheinen, einschliesslich Target-Return- und alternative Risikoprämien-Strategien.


Wichtige rechtliche Hinweise
Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich zum Zwecke der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Meinungen und Einschätzungen können sich ändern und geben die Ansicht von GAM unter den derzeitigen Konjunkturbedingungen wieder. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Die vergangene Performance ist kein Indikator für die laufende oder künftige Wertentwicklung.